Hauptthema in der CSU-Fraktionssitzung am 08.02.2010 war dasThema Rettungsleitstelle für den Raum Amberg – Sulzbach – Schwandorf. Dabei hatte die CSU Stadtratsfraktion dabei Richard Donhauser, den Geschäftsführer des Zweckverbandes für den Rettungsdienst und die Feuerwehralarmierung in Amberg zu Gast. In der Abwägung der von Richard Donhauser präsentierten aktuellen Zahlen, Detail-Analysen und Gutachten kam die CSU-Fraktion zu dem klaren und einstimmigen Votum, sich gegen eine Verlagerung der Rettungsleitstelle nach Regensburg auszusprechen. Die Vorteile für eine integrierte Rettungsleitstelle in Amberg liegen klar auf der Hand. Die Ortskenntnis bei der Alarmierung und das Sichern von 23 regionalen Arbeitsplätzen genießen für uns als CSU-Fraktion höhere Priorität als das Argument der Kosteneinsparung bei der Schaffung einer Mega-Rettungsleitstelle in Regensburg, die dann von der zu betreuenden Fläche, die größte in ganz Bayern wäre. Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer informierte, dass bei einem Zuschlag für Regensburg die bisher existierenden Rettungszweckverbände zu einem vereinigt werden müssten. „Dann wären die Interessen der Stadt Amberg und der Landkreise Amberg-Sulzbach und Schwandorf wohl in der Minderheit.“ Stadtrat Martin Preuß ergänzte: „Wir brauchen auch in der Zukunft Planungshoheit und Planungssicherheit und dürfen uns nicht zum Juniorpartner in einem riesigen Verbund degradieren lassen.“ Für Bürgermeister Michael Cerny spielte die Ortskenntnis der Einsatzkräfte eine entscheidende Rolle: „Unsere Organisationen kennen jedes Dorf und jeden Winkel im Einsatzgebiet, das kann lebensrettend sein und wirkt sich auch bei Flächenereignissen in Sonderlagen vorteilhaft aus.“ Natürlich lassen sich geringere Investitions- und Betriebskosten als gewichtiger Vorteil einer gemeinsamen Lösung mit Regensburg nicht weg diskutieren. „Wenn es um Menschenleben geht, darf das Kostenargument aber nicht an oberster Stelle stehen“, so Fraktionschef Mußemann. „Eine höhere Flexibilität und Qualität der Alarmplanung, kurze Wege, das optimale Einbinden der Feuerwehren und Rettungsdienste vor Ort und die Sicherung von 23 Arbeitsplätzen in der Region wiegen die Mehrkosten bei weitem auf.“
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