Meine Gedanken zum Bürgerentscheid

Ich bin als ehemaliger Nürnberger in Amberg für die CSU in den Stadtrat gewählt worden. Dafür bin ich dankbar. Unser Motto im Kommunalwahlkampf war:"Stolz auf Amberg". 12 Jahre war es im Wahlmonat März her, dass ich nach Amberg in die Oberpfalz gekommen bin. Seitdem habe ich viele Oberpfälzer vom Landkreis Schwandorf bis hoch in den Landkreis Tirschenreuth kennen gelernt. Und ich habe auch viele Amberger getroffen, die ihr Herz an der richtigen Stelle tragen, die stolz sind, hier zu wohnen, denen ihre Heimat ans Herz gewachsen ist.

Umso frustrierender war es für mich zu sehen, wie viele dieser rechtschaffenen Menschen in Amberg von der Bürgerinitiative Fuchsstein durch Lügen und durch die Vorspiegelung falscher Tatsachen über den Tisch gezogen wurden. In gutem Glauben haben sie der Bürgerinitiative ihre Unterschrift gegeben, haben den Worten des falschen Messias Dr Ebenburger geglaubt und sehen sich jetzt im Nachhinein von ihm und seiner Mannschaft getäuscht. Das, was Dr. Ebenburger hinterlassen hat, ist meiner Meinung nach verbrannte Erde. Von einer Dorfgemeinschaft bei Atzlricht kann man leider nicht mehr sprechen. Zu viele Menschen sind hier vom Sprecher der BI aufgehetzt und auch beleidigt worden. Und das alles nur aus reinem Selbstzweck. Ich selbst musste ja im Zuge dieser Auseinandersetzungen in diesem Sommer erfahren, wie mir das Wort im Mund umgedreht wurde. Ich hoffe, dass die Wunden, die vor den Toren von Amberg geschlagen wurden, bald wieder verheilen.

Als neuer Stadtrat in Amberg habe ich es dann in dieser Woche nicht verstanden, als Herr Mrasek in seiner Haushaltsrede doch tatsächlich sagte, ihm sei es egal, ob neues Gewerbe in Kümmersbruck entstehe oder aber in Ursensollen. Das heißt dann auch in der letzten Konsequenz, dass es ihm egal ist, dass die Wirtschaftskraft und damit die Steuern in andere Kommunen fließen und Amberg das Nachsehen hat. Ein nach modernen ökologischen Gesichtspunkten geplantes Gewerbegebiet bei Atzlricht abzulehnen und es gleichzeitig anderen Kommunen zuschachern zu wollen, empfinde ich als Hohn.

Tatsache ist, dass ich mir in den vergangenen Monaten häufig vorkam, als ob ich im falschen Film saß. Ich hoffe nur, dass die Bürgerinitiative ihre Ziele nicht verwirklichen kann und die Amberger die BI damit abstrafen, indem sie schlicht und einfach am Sonntag nicht zur Abstimmung gehen. Hier sei noch einmal mit aller Deutlichkeit gesagt, dass es mit der CSU keine Zerstörung des Naherholungsgebietes Fuchsstein geben wird. Im Übrigen bestätigte Ursula Meyr, die für das Bayerische Landesamt für Umwelt das Amberger Arten- und Biotopschutzprogramm bearbeitet, dass sich weder im geplanten Gewerbegebiet A6, noch im Bereich des geplanten interkommunalen Gewerbegebiets bei Atzlricht wertvolle Flächen befinden. Dies teilte sie auf Nachfrage im Umweltausschuss in der vergangenen Woche mit.

In diesem Sinne hoffe ich, dass die Stadt Amberg nach dem Bürgerentscheid wieder zu ihrem Frieden findet, den die Bürger dieser Stadt auch verdienen, und dass sich gewählte Stadträte ihrer Verantwortung bewusst werden, die sie gegenüber der Amberger Bevölkerung haben. Diese nämlich anzulügen, ist unterste Schublade.

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Angemerkt
Resolution der CSU-Stadtratsfraktion