Wirtschaftliche Entwicklung und Arbeitsmarkt

Dieses Thema beschränkt sich aus unserer Sicht nicht auf die Stadtgrenzen, wir forcieren hier eine intensive und enge Zusammenarbeit mit dem Landkreis. Wir haben uns die Frage gestellt, welche konkreten Ansätze können wir fassen:

Wir schlagen vor, die Zusammenarbeit zwischen der Gewerbebau GmbH mit ihrem GF Jürgen Hoffmann und dem Wirtschaftsförderer am Landratsamt, Harald Herrle, ausbauen. Ferner muss aus unserer Sicht eine gemeinsame Vermarktung von Gewerbeflächen erfolgen.

Außerdem sehen wir für Amberg und die Region großes Entwicklungspotenzial in der Amberger Fachhochschule. Klassische Gründerzentren sind heute „out“. Stattdessen fordert die CSU-Fraktion, dass an der HAW-Amberg ein Technologie-Transferzentrum realisiert wird, dass die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Wirtschaft im Rahmen des Technologie- und Wissenstransfers intensiviert. Die Hochschule ist Anbieter des Gutes "Technologie und Wissen", Nachfrager ist die Wirtschaft. Im Technologie-Transferzentrum geht es darum dass erkenntnis- und ausbildungsorientiertes Wissen der Hochschule mit der markt- und ergebnisorientierten Betrachtungsweise der Wirtschaft verknüpft werden.

Wenn wir die aktuelle Situation bei Quelle betrachten, stellt das mit Sicherheit eine dramatische Entwicklung für den Arbeitsmarkt im Großraum Nürnberg und Fürth dar. Die Bayerische Staatsregierung kann sich aber nicht damit abtun, ein millionenschweres Wirtschaftsförderungs-Projekt für Nürnberg zu starten, mit der Annahme: „Wenn’s Nürnberg gut geht, geht’s der Metropolregion auch gut“.

Angesichts der Höhe der Arbeitslosenzahl in der Stadt Amberg müssen auch wir mit Nachdruck darauf hinwirken, dass der Blick aus München, die schwierige Situation bei uns nicht außer Acht lässt. Wir sind unserem OB deshalb sehr dankbar, dass er das Thema „Arbeit in der Region Amberg“ in einem entsprechenden Brief an den Bayerischen Wirtschaftsminister adressiert hat.

Auch wenn es unmittelbar keine aktuelle Nachfrage nach Gewerbeflächen gibt, muss der Prozess zur Realisierung eines neuen Gewerbegebietes zügig weitergehen. Mit dem Planfeststellungsbeschluss, den wir im nächsten Jahr zum interkommunalen Gewerbegebiet A6 erwarten, fordern wir, unmittelbar daran, den Anschluss an die B299 und damit an die A6 herzustellen.

Wir sehen auch im Bereich Tourismus noch ungenutzte Chancen für Stadt und Land, die zudem mehr in die Metropolregion eingebunden werden müssen: Als Beispiel hat OB Wolfgang Dandorfer z. B. eine Verzahnung der Naturparke, Hirschwald, Fränkische Schweiz und Veldensteiner Forst angeregt.

Höchste Priorität genießt der Ausbau des Schienenverkehrs: Wir unterstützen die derzeitige Initiative von Barbara Lanzinger und Heinz Donhauser, die Strecke Nürnberg - Prag auszubauen, und durch Elektrifizierung aufzuwerten. Wir können die Attraktivität unserer Region nur steigern, wenn es gelingt, die Achse Amberg-Schwandorf zu einer Drehscheibenfunktion zwischen Regensburg und Nürnberg zu entwickeln.

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