Energieregion Amberg-Sulzbach ausbauen

Energieregion fördern durch interkommunale Allianz

Das Thema „Erneuerbare Energien“ ist eine der Kernkompetenzen in der Europäischen Metropolregion Nürnberg. Hier müssen wir interkommunale Allianzen schmieden um unseren Raum Amberg und Amberg-Sulzbach, mit seinen Stärken auf diesem Gebiet, besser einzubringen.

Unser starker städtischer Partner sind die Stadtwerke. Gemeinsam mit Stadtwerken und der HAW gilt es, ein langfristiges Konzept für die Stadt und den Landkreis zu erarbeiten, dass beurteilt,



Die CSU-Fraktion beantragt, dass die Stadtverwaltung hierzu den Kontakt zu den Landkreisvertretern aufnimmt, mit dem Ziel ein gemeinsames Projekt „Energieregion Amberg-Sulzbach“ zu starten. Für solche Projekte stellt die Europäische Union derzeit eine Förderung von bis zu 70 % in Aussicht.

Biogasanlage

Die CSU-Fraktion hält weiter mit höchster Priorität an dem Ziel fest, mit Hilfe der Stadtwerke Amberg die Nutzung regenerativer Energien in der Stadt Amberg auszubauen. Wir müssen mittelfristig unabhängiger vom globalen Energiemarkt werden. In der Fraktion sind wir uns aber einig, dass dies in einem vernünftigen Maß passieren muss und keinesfalls durch eine dauerhafte Quersubventionierung.

Konkret möchte ich heuet auf die geplante Biogasanlage im künftigen Industriegebiet an der A6 in Atzlricht eingehen. Der Geschäftsführer der Stadtwerke Amberg GmbH, Dr. Prechtl hat uns noch einmal bestätigt, dass eine Biogasanlage dann wirtschaftlich betrieben werden kann, wenn es gelingt ausreichend Substrat zu marktüblichen Preisen einzukaufen. Hier ist der Grund zu suchen, warum das Projekt ins Stocken geraten ist. In Preis -Verhandlungen ist es bisher nicht gelungen, einen marktüblichen Substrat-Preis im direkten Umfeld der Anlage zu realisieren. Das ist vor allem vor dem Hintergrund, dass Getreidepreise derzeit eher sinken, nicht verständlich! Wir verfolgen in erster Linie das Ziel der regionalen Wertschöpfung und wir sind uns sicher, dass eine kontinuierliche Substratanlieferung durch regionale Landwirte, gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, ein sicheres zusätzliches Standbein für die hiesige Landwirtschaft bedeutet. Deshalb hoffen wir, dass die Verhandlungen und weiteren Planungen nicht durch überzogene Preisvorstellungen heimischer Landwirte gefährdet werden. Aus der Diskussion heraus war die CSU-Fraktion aber auch der Meinung, die Grenzen der Beschaffung nicht zu eng zu ziehen. Wir haben dem Stadtwerke-Geschäftsführer grünes Licht signalisiert, wenn sich Bezugsmöglichkeiten aus dem weiteren Umfeld ergeben, diese intensiv zu prüfen und gegebenenfalls auch konsequent zu nutzen. Wir erwarten jedenfalls von den Stadtwerken dass die Realisierung des Projektes Biogasanlage mit Nachdruck betrieben wird.

Bioabfallvergärung in Stadt und Land

Eine neue Abfallrahmen-Richtlinie des Europäischen Parlaments schreibt vor, dass Bioabfälle künftig zum Zweck der Kompostierung oder Vergärung getrennt gesammelt und erfasst werden müssen. In der Stadt Amberg finden wir, durch die bereits vor vielen Jahren eingeführten Biotonne, ideale Bedingungen vor. Allerdings reichen die städtischen Bioabfallmengen für den alleinigen Betrieb einer Vergärungsanlage zur Strom und Wärmgewinnung nicht aus. Wir fordern die Stadtverwaltung deshalb auf, in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Amberg-Sulzbach eine Studie in Auftrag zu geben, die untersucht, ob mit den im Landkreis und in der Stadt anfallenden Bioabfallmengen eine gemeinsame Bioabfallvergärungsanlage wirtschaftlich sinnvoll betrieben werden kann.

Ausbau dezentraler Wärmeinseln

Auf dem Weg zu einer zukunftssicheren Energie-Region sehen wir den Ausbau weiteren dezentraler Wärmeinseln z. B. auf der Basis von Hackschnitzel, wie sie derzeit im Bereich der Dreifaltigkeitsschule, GMG und berufliches Schulzentrum entsteht, als sinnvoll an.

Eine mögliche weitere Energie- bzw. Wärmeinsel sehen wir in dem Areal der Stadtwerke selbst. Hier könnten öffentliche Einrichtungen, wie die FFW und der Neubau Bürgerspital-Altenheim in der Florianstraße mit erschlossen werden.

Energie-Innovationspreis

Die Verleihung des Umweltpreises der Stadt Amberg musste bereits mehrfach aufgrund mangelnder geeigneter Teilnehmer entfallen. Die CSU-Fraktion unterstützt deshalb die Idee des Oberbürgermeisters, den Umweltpreis der Stadt Amberg in einen Energieinnovationspreis umwandeln. Hierfür soll von der Verwaltung ein Kriterienkatalog für die Vergabe erarbeitet werden.

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